Baby geboren – Zahn verloren?

| by | Dental-Infos, dipura Infos | 0 comments:

Jedes Kind kostet einen Zahn – das besagt zumindest ein gängiger Mythos unter werdenden Müttern. Aber ist das wirklich so? Diese Frage können wir klar beantworten: Nein, die Geburt eines Kindes bedeutet nicht automatisch auch den Verlust eines Zahns. Schwangere Frauen sollten aber in dieser besonderen Phase ihres Lebens sorgfältig auf die Gesundheit und Pflege ihrer Zähne achten.

Durch die Hormonumstellung kann sich das Zahnfleisch verändern. Häufig wird es stärker durchblutet, schwillt etwas an und wird weicher. Jetzt ist es besonders anfällig für Bakterienansammlungen, die unangenehme Entzündungen verursachen können. Vermehrtes Zahnfleischbluten kann ein Anzeichen einer solchen Schwangerschaftsgingivitis sein. Damit sich diese Erkrankung nicht zu einer gefährlichen Parodontitis – der Entzündung des Zahnhalteapparates – entwickelt, ist eine intensive Mundpflege besonders wichtig. Auch die morgendliche Übelkeit, von der viele Frauen zu Beginn der Schwangerschaft betroffen sind, kann die Zähne schädigen. Kommt es nämlich zum Erbrechen, gelangt Magensäure an die Zähne, die wiederum den Zahnschmelz angreift. Schmerzempfindliche Zähne und Karies können die Folge sein. Wenn sich der Magen wieder beruhigt hat, spülen Schwangere ihren Mund deshalb zunächst am besten mit Wasser oder einer Mundspüllösung aus. Etwa 30 Minuten nach dem Erbrechen können auch die Zähne geputzt werden. Die Magensäure hat sich dann neutralisiert und kann den empfindlichen Zahnschmelz nicht mehr schädigen.

Ganz wichtig: Schwangere Frauen sollten während der Schwangerschaft mindestens zweimal eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt wahrnehmen. Gepaart mit einer sorgsamen Mundpflege ist dies der beste Weg, um die Zähne auch während dieser Zeit gesund und gepflegt zu erhalten – damit die Sorge über einen eventuellen Zahnverlust gar nicht erst entsteht.


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