Zahnarzt Tourismus mal anders

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Man kennt die Schlagzeilen: Deutsche Patienten fahren oder fliegen gerne mal nach Osteuropa, um sich dort die Zähne machen zu lassen, weil es in Ungarn und Tschechien deutlich billiger ist als in Deutschland. Jetzt zeichnet sich ein völlig neuer Trend ab, denn in Norddeutschland bekommen viele Zahnärzte immer mehr Gäste aus Dänemark auf den Stuhl, die sich bei ihnen die Zähne machen lassen wollen.
Bei einer Umfrage wurden 168 Zahnarztpraxen in Norddeutschland in der Nähe der Grenze zu Dänemark befragt, ob und wieviel Patienten sie aus dem Nachbarland behandeln. Das verblüffende Ergebnis – rund in einem Drittel der Praxen kommen regelmäßig Patienten aus Dänemark zur Behandlung. Warum die Dänen so gerne zu einem deutschen Zahnarzt kommen, hat zwei Gründe. Zum einen sind bestimmte Leistungen wie Zahnersatz und Veneers in Deutschland wesentlich billiger und zum anderen sind die Wartezeiten in Dänemark sehr lang und in Deutschland geht es schneller.

Plötzliches Zahnsterben muss nicht sein

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Viele Menschen haben Probleme damit ein Eis zu essen oder eine Tasse heißen Kaffee zu trinken, denn ihre Zähne reagieren äußerst schmerzhaft auf Heißes, Kaltes oder auch Süßes. Schuld daran ist meistens der Zahnschmelz und der ist dann sehr oft schon von schädlichen Bakterien befallen. Wenn man diese Symptome nicht rechtzeitig bei einem Zahnarzt behandeln lässt, dann kann es passieren, dass die Bakterien über den Zahnschmelz in den Zahn und damit auch in die Zahnwurzel eindringen. Das kann den Zahn töten und im schlimmsten Fall den gesamten Organismus belasten und sogar vergiften.
Wenn man also empfindliche Zähne hat und sich auf dem Zahnschmelz ein gräulicher Belag zeigt, dann wird es Zeit zum Zahnarzt zu gehen. Denn in den meisten Fällen kann der Zahnarzt Antibiotika verschreiben oder wenn der Zahn schon massiv geschädigt ist, auch eine Zahnwurzelbehandlung machen. Mithilfe dieser Maßnahmen kann der Zahn auch gerettet werden.

Keine Panik

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Viele Eltern kriegen Panik, wenn sie auf den Zähnen ihrer Kinder unschöne schwarze Flecken entdecken, die sich auch mit hartnäckigem Zähneputzen nicht verschwinden. Karies ist der erste Gedanke und schon macht man einen Termin beim Zahnarzt. Der kann meist Entwarnung geben, denn bei 5 % der unter 15 Jahre alten Kinder gibt es kein Karies, sondern das was die Zahnärzte „Black Stain“ nennen. Unter „Black Stain“ versteht man einen sehr hässlichen, sehr hartnäckigen, aber völlig unschädlichen Belag, der von Bakterien auslöst, wird. Wenn sich diese Bakterien einmal auf den Zähnen festgesetzt haben, dann beginnen sie zu oxydieren und das verursacht dann die schwarzen Flecken.
Der Zahnarzt kann versuchen die Zähne zu polieren oder auch mit Pulverstrahlen zu behandeln, das bringt allerdings nur kurzfristig etwas, die schwarzen Flecken kommen nach kurzer Zeit wieder. Entweder man versucht es dann mit einer elektrischen Schall Zahnbürste oder man wartet, denn mit dem Eintritt der Pubertät verschwinden die Flecken von ganz alleine wieder.

Mehr Rechte für Patienten

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Es gab Zeiten, da war es den Patienten praktisch unmöglich, sich gegen einen ärztlichen Kunstfehler zu wehren. Wer es wagte vor Gericht zu ziehen, um eventuell Schmerzensgeld zu bekommen, der konnte unter Umständen Haus und Hof bei einem solchen Prozess verlieren. Diese Zeiten sind vorbei und die Patienten sind mündig geworden. Mittlerweile gibt es Patientenanwälte und die Aussichten stehen nicht schlecht, wenn man seinen Arzt oder Zahnarzt verklagen will. Diese Patientenrechte sollen jetzt noch weiter gestärkt werden und die meisten Zahnärzte sind dafür. 55 % der befragten Zahnmediziner sprachen sich dafür aus, dass dem Patienten mehr Rechte eingeräumt werden. So soll die Behandlung transparenter werden und der Patient soll mehr Informationen als bisher bekommen. Die Therapie muss nachvollziehbar sein und der Zahnarzt soll den Patienten besser darüber aufklären, ob und zu welchen Schäden es im Ernstfall kommen kann. Nur 7,3% der befragten Zahnärzte spricht sich gegen mehr Rechte aus, denn sie befürchten noch mehr Klagen.

Keine Werbung

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Anders als zum Beispiel in den USA dürfen in Deutschland weder Ärzte noch Zahnärzte Werbung in eigener Sache machen. Aber genau das passiert jetzt immer häufiger. Auf der 171. Dienstagsversammlung der Zahnärzte in Berlin wurde dieses Vorgehen jetzt scharf kritisiert. Zahnärzte die massiv Werbung für sich und ihre Praxis machen oder die sogar mit Gutscheinen die Patienten in ihre Praxis locken wollen, verstoßen nach Ansicht der meisten Kollegen, gegen den Berufsethos. Auch von Preisdumping war die Rede, denn immer wieder werben Zahnärzte damit, deutlich billiger zu arbeiten als ihre Kollegen und rufen die Patienten sogar dazu auf, offen Preisvergleiche anzustellen. Auch das wird bei Zahnärzten nicht gerne gesehen. In diesem Zusammenhang kam es auch schon zu einem Zivilprozess, bei dem ein Gericht den Zahnarzt zu einer Unterlassung verurteilte. Denn nach Auffassung der Richter hatte der Mediziner so nachdrücklich und sogar recht aggressiv für sich geworben, dass die Patienten Angst bekommen haben.

Kein Vertrauen in die Dritten

| Zahnersatz

Nach einer aktuellen Umfrage haben die meisten Menschen, die eine Teil- oder Vollprothese tragen, kein besonders großes Vertrauen in ihre dritten Zähne. In Deutschland hat mittlerweile jeder fünfte Bürger ein komplettes Gebiss oder eine Teilprothese, aber zwei von drei Menschen die ein Gebiss tragen, sind entweder mit ihrem Zahnersatz unzufrieden oder haben in diesem Zusammenhang Angst vor Peinlichkeiten. Viele Menschen sind regelrecht entnervt, wenn es um die dritten Zähne geht, weil die Prothese nicht richtig sitzt und wackelt. Das entwickelt sich zu der Angst, andere Menschen könnten sehen, dass es sich nicht mehr um die eigenen Zähne handelt. Immer und immer wieder zum Zahnarzt zu gehen und die Prothese unterfüttern zu lassen, ist zeitaufwändig und führt bei vielen Patienten zu nichts. Auch wenn der Zahnarzt Haftcreme empfiehlt, ist das nicht immer die beste Lösung. Die meisten Menschen, die ein Gebiss tragen, wünschen sich, dass sich ihr Zahnarzt mehr Zeit für die Behandlung nimmt.

Narkose bei Kindern

| Zahnarztangst

Die zahnärztliche Vollnarkose bei Kindern ist ein heikles Thema und immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Viele Zahnärzte müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie zu schnell zur Spritze greifen, weil das bequemer und mit weniger Zeitaufwand verbunden ist. Generell sprechen sich die meisten Zahnärzte dafür aus, Kinder, die jünger als drei Jahre sind, besonders dann mit Vollnarkose zu behandeln, wenn sich die Milchzähne in einem sehr schlechten Zustand befinden und eine aufwendige Behandlung notwendig ist. Bei älteren Kindern ist die Geduld von Zahnärzten und Anästhesisten das ausschlaggebende Kriterium, denn Kinder die Angst haben, sind unter einer Vollnarkose natürlich leichter zu behandeln. In der heutigen Zeit spielt auch der Preis eine Rolle, denn nur bei Kindern unter zwölf Jahren ist die Narkose kostenlos. Bei älteren Kindern zahlen die Kassen nur einen Pauschalbeitrag von 50,- Euro und das reicht nicht annähernd an das heran, was ein guter Narkosearzt kostet.

Kein Interesse am Zahnschmuck

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Glitzernde Steinchen, eine Folie aus hauchdünnem Gold und echte Brillanten auf den Zähnen oder ein Tattoo, um das Gebiss ein wenig optisch aufzupeppen – das alles ist für die Deutschen nicht von Interesse. Und auch Veneers und Bleaching kommen nicht so gut an. Zu dieser Erkenntnis kommt jetzt eine Umfrage der Apotheken Umschau. Kaum jemand hat Interesse daran, die Zähne mit den modernen Hilfsmitteln verschönern zu lassen. Viele halten Glitzersteine und auch echte Steine auf den Vorderzähnen für albern und protzig und auch für die hauchdünnen Verblendschalen aus Keramik kann sich kaum jemand erwärmen. So sind zum Beispiel nur 3,1 % der Befragten bereit, sich die Zähne für ein strahlend weißes Lächeln bleichen zu lassen und nur 1,5 % würden selbst zum Bleichgel greifen, damit die Zähne heller werden. Über die Hälfte ist der Ansicht, dass Veneers nur ein teurer Spaß sind, der nicht besonders lange hält.

Kein Botox beim Zahnarzt

| Bleaching

Wer sich die unschönen Falten oberhalb der Oberlippe mittels Botox entfernen lassen möchte, der kann das nicht mehr bei einem Zahnarzt machen lassen. Das Verwaltungsgericht Münster hat es mit einem Grundsatzurteil Zahnärzten untersagt, Patienten Botox unter die Haut zu spritzen. Das ist nur Heilpraktikern und Ärzten erlaubt. Eine Zahnärztin hatte geklagt, weil ihr das Spritzen von Botox verboten worden war und sie verlor diesen Prozess. Auch das Argument ihres Anwalts, dass Zahnärzte schließlich mit dem Bleichen von Zähnen auch einen Anteil an ästhetischen Prozessen haben, ließ das Gericht nicht gelten. Das Bleichen der Zähne mittels Wasserstoffperoxid sei kein unmittelbarer Eingriff und sei auch für den Patienten nicht mit den gleichen, gesundheitlichen Risiken verbunden, wie das Spritzen eines tödlichen Nervengiftes. Die Anti-Falten Spritzen haben beim Zahnarzt nichts zu suchen. Die Zahnärztin will gegen dieses Urteil Berufung einlegen und vor der nächsten höheren Instanz klagen. Ob sie damit Erfolg hat, ist fraglich.

Wenn Kinderzähne teuer werden

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Viele Kinder brauchen eine kieferorthopädische Behandlung und für die meisten Eltern kann das unter Umständen sehr teuer werden, denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur in fünf bestimmten Notfällen. Wenn die Behandlung nicht zu diesen Notfällen gezählt wird, dann müssen die Eltern mit dem Zahnarzt selbst abrechnen und das kann ins Geld gehen. Zu den häufigsten kieferorthopädischen Behandlungen bei Kindern zählt der sogenannte frontale, offene Biss, der Kreuzbiss. Angeborene oder auch traumatische Anomalien des Kiefers und auch Probleme mit einer Lippen-Gaumen Spalte. Wer keine private Zahnzusatzversicherung für seinen Nachwuchs hat, muss sich mit der Korrektur der Zähne beeilen, denn die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen nur vor dem Beginn der zweiten Wachstumsphase bei Kinderzähnen. Ist dieser Zeitpunkt überschritten, dann werden die Eltern zur Kasse gebeten. Es lohnt sich also daher, seine Kinder so früh wie möglich mit einer privaten Zahnzusatzversicherung zu versichern, um später nicht auf horrenden Zahnarztrechnungen sitzen zu bleiben.

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