Klare Absage

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Die Gebührenordnung ist veraltet und die deutschen Zahnärzte würden sie gerne erneuern. Die Zahnärzte fordern höhere Honorare für private Patienten und deshalb trafen sich die Vertreter der Interessengemeinschaften und auch Vertreter der Bundeszahnärztekammer mit Bundesgesundheitsminister Philip Rösler (FDP). Aber sie wurden enttäuscht, denn der Minister erteilte den Zahnärzten eine klare und deutliche Absage, eine veränderte Gebührenordnung im Bezug auf private Patienten werde es in absehbarer Zeit nicht geben und wenn doch, dann in einer deutlich niedrigeren Form als die Zahnärzte es gefordert haben.
Um den Zahnärzten die bittere Pille ein wenig zu versüßen, stellte Minister Rösler aber eine Anhebung der Gebühren für kassenversicherte Patienten in Aussicht. In diesem Fall will der Minister mit sich reden lassen, aber die 69%, die die Berufsverbände der deutschen Zahnärzte für die Behandlung von Privatpatienten gefordert haben, die werde es in dieser Form mit ihm als Minister nicht geben, stellte Philip Rösler klar.

Neues aus der Dentalwelt

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Vom 22. bis einschließlich 26.März 2011 öffnet die Internationale Dental Schau (IDS) in Köln wieder für alle Zahnärzte und Dentallabore ihre Pforten. Einer der Schwerpunkte bei der diesjährigen Messe werden neue digitale Techniken auf dem Gebiet der Implantate sein.
Kronen, Brücken und Implantate gewinnen immer mehr an Bedeutung und es sind besonders die neusten Techniken, die die Hersteller aus aller Welt auf der Internationalen Dental Schau in Köln vorstellen werden. Welche neuen Hightech Verfahren gibt es und wie können sie sinnvoll in den täglichen Behandlungsablauf integriert werden? Das ist nur eine der Fragen, die auf der Messe beantwortet werden. Auch digitale Verfahren sind ein wichtiges Thema, zu dem es viele neue Produkte gibt. Metall, Keramik oder Kunststoff? Was ist die Zukunft und welche neuen Möglichkeiten gibt es? Auch das ist ein Thema in Köln. Aber auch auf medizinischem Sektor wird es viele Neuigkeiten geben, die vor allem für Zahnärzte von Bedeutung sind.

Hilfe bei Mundgeruch

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Mundgeruch ist unangenehm und wird von den Betroffenen gerne verschwiegen. Viele Menschen, die mit diesem Problem massiv zu kämpfen haben, verzichten lieber auf soziale Kontakte als Hilfe zu suchen. Das größte Problem dabei ist aber, dass die meisten Menschen die unter Mundgeruch leiden, nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen. In diesem Fall sollte der Zahnarzt immer die erste Adresse sein.
Für Mundgeruch ist in den meisten Fällen bakterieller Belag an den Zähnen, in den Zahnzwischenräumen oder in den Zahnfleischtaschen verantwortlich. Diese Bakterien bauen Eiweiß in der Mundhöhle ab, es bilden sich daraufhin Schwefelverbindungen und es kommt in der Folge zu unangenehmem Mundgeruch. Der Zahnarzt kann mit einem sogenannten Halimeter die Atemluft, und damit auch den Mundgeruch messen und feststellen, ob es zu Schwefelverbindungen durch Bakterien gekommen ist und dann entsprechend behandeln. Nach einer gründlichen Untersuchung der Zähne, des Zahnfleisches und des gesamten Mundraums, steht meist die Ursache fest und das Problem Mundgeruch kann beseitigt werden.

Bohren statt tippen

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Die meisten Zahnärzte klagen darüber, dass sie einen zu großen Teil ihrer täglichen Arbeit mit Verwaltungsarbeiten verbringen müssen. Diese administrativen Arbeiten lassen es nicht mehr zu, dass sich Zahnmediziner mehr Zeit für ihre Patienten und deren Anliegen nehmen können. Eine Lösung für dieses Problem haben jetzt vier Zahnärzte und zwei Investoren in Neu-Ulm gefunden.
Welcher Zahnarzt träumt nicht davon, sich mit seinen Patienten ausführlich über die Behandlung unterhalten zu können? Aber es fehlt einfach die Zeit, denn der lästige Papierkram muss schließlich auch noch erledigt werden. In Neu-Ulm sehen das vier Zahnärzte in einer Gemeinschaftspraxis jetzt ganz gelassen, denn sie haben Mitarbeiter, die sich um alles kümmern was nicht unmittelbar mit der Zahnbehandlung zu tun hat. Auf 500 qm arbeiten die Zahnärzte und auch die so genannten Investoren zusammen. Während die einen bohren, kümmern sich die anderen um die Personalangelegenheiten, die Abrechnungen und die Organisation der Praxis. Wenn dieses Modell gelingt, dann könnte es Schule machen.

Die Schutztruppe für die Zähne

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Der Körper hat mit dem Immunsystem eine Art Schutztruppe, die vor feindlichen Angreifern wie Bakterien und Viren schützt. Es gibt aber auch eine eigene Schutztruppe nur für die Zähne, wie amerikanische Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben.
Die Schutztruppe für die Zähne sitzt genau zwischen dem Zahnmark und dem Zahnbein. Die so genannten Odontoblasten sind normalerweise für das Schmerzempfinden der Zähne zuständig, dass sie aber eine noch wichtigere Funktion haben, wurde von Zahnmedizinern der Universität im kalifornischen San Francisco erst jetzt entdeckt. Die Odontoblasten funktionieren wie ein kleines, in sich geschlossenes Immunsystem und sie wehren erfolgreich Bakterien ab, die in den Zähnen für Karies sorgen. Die Zellen, die im Inneren des Zahns sitzen, sind aber auch für die Bildung des Dentins verantwortlich, einer Substanz, die knochenähnlich ist und das Zahnbein umschließt. Diese Schicht wird ein Leben lang immer wieder neu gebildet und schützt den Zahn und vor allem seine empfindlichen Nervenenden.

Warum Kaugummi so beliebt ist

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Die meisten Süßigkeiten, die man im Supermarkt kaufen kann, sind nicht besonders zahnfreundlich. Kinder erfahren schon sehr früh von den Eltern oder von ihrem Zahnarzt, dass das übermäßige Essen von Bonbons oder Dauerlutschern schnell zu Karies führen kann. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum der Umsatz bei den Süßigkeiten immer mehr zurückgeht. Aber es gibt eine Ware in der Abteilung für Süßigkeiten, die ein Umsatzplus von satten 43 % zu verzeichnen hat und das sind die Kaugummis.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kaugummi einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit hat und aus diesem Grund greifen viele Menschen, wenn sie Süßigkeiten wollen, lieber zu einem zahnfreundlichen Kaugummi, als zu anderen Dingen. Vor allem Kaugummis ohne Zucker finden die meisten Käufer gut. Mit diesen Kaugummis werden nicht nur die Zähne vor schädlichem Zucker geschützt, man tut auch noch etwas für die Figur. Deshalb sollte man auch bei Kindern immer auf einen zuckerfreien Kaugummi achten.

Erfolgreiche Zahnklinik in Afghanistan

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Die meisten Nachrichten, die aus Afghanistan kommen, sind nicht besonders positiv, aber es gibt auch Meldungen die Hoffnung machen. Wie die Zahnklinik in der afghanischen Stadt Herat.
Im Jahre 2009 eröffnete die deutsch-irakische Zahnärztin Dr. Azar Eyni eine kleine Zahnklinik in Herat. Das Gesundheitsministerium hatte der Zahnärztin, die auch lange in Deutschland praktiziert hat, die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Dr. Eyni hat die Klinik mit der Hilfe von Spendengeldern und der internationalen Hilfsorganisation „Shelter Now“, was die medizinische Ausrüstung und die Hygiene angeht, auf das Niveau einer deutschen Klinik gebracht, entsprechend dem internationalen Standard. Die meisten Menschen in dieser Region von Afghanistan haben noch nie einen Zahnarzt besucht und viele leiden seit Jahren unter chronischen Schmerzen. Vor allem Kinder leiden auf Grund der mangelnden Ernährung unter schlechten Zähnen und Dr. Eyni und ihr Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch ein Vorsorgeprogramm aufzubauen. Rund 50 bis 70 Patienten besuchen die Zahnklinik jeden Tag.

Ernüchterndes Ergebnis

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In sehr vielen Werbespots wird immer wieder für Zahncremes geworben, die die Zähne sichtbar weißer machen sollen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese Zahncremes, in der Hoffnung sich auf diese Weise ein teures Bleaching beim Zahnarzt sparen zu können. Das Verbrauchermagazin Ökotest aus Frankfurt ist jetzt bei der Untersuchung von sogenannten White Effekt Zahncremes zu einem eher ernüchternden Ergebnis gekommen.
22 Zahnpasten aus Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Discountern hat Ökotest untersucht und dabei festgestellt, dass keine der angebotenen Zahncremes die Zähne tatsächlich weißer macht. Nicht einmal ein aufhellender Effekt wurde festgestellt. Bei den meisten Zahncremes gab es einen blauen Farbstoff, der zusammen mit Licht für eine vermeintliche Aufhellung der Zähne sorgt. Dabei handelt es sich aber lediglich um eine optische Täuschung. Einige der untersuchten Zahncremes haben sogar unerfreuliche Nebenwirkungen, denn es können bei häufigem Gebrauch allergische Reaktionen auftreten, mit Symptomen wie Jucken und Ausschlag im Mund und an den Lippen.

Hotline gefragt wie nie

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Seit nunmehr 15 Jahren gibt es die Hotline der Patientenberatungsstelle der Landeszahnärztekammer in Hessen, aber noch nie haben so viele verunsicherte Patienten dort angerufen wie im vergangenen Jahr.
Rund 15.000 Anrufe zählte die Patienten Hotline im Jahr 2010. Immer mehr Menschen rufen dort an, aber nicht um sich über die Behandlung bei ihrem Zahnarzt zu beschweren, sondern vielmehr weil sich nicht mehr vernünftig informiert fühlen. Besonders wenn es um die Kosten geht, sind viele Patienten verärgert. Die Zahnärzte klären ihre Patienten nicht richtig über die Kosten auf und viele Anrufer, die sich bei der Hotline melden, fühlen sich buchstäblich „über den Tisch gezogen“. Nach Meinung des Vizepräsidenten der Landeszahnärztekammer in Hessen, Gisbert Schulz-Freywald, muss an der Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient noch mehr gearbeitet werden. 10 % mehr Anrufer in nur einem Jahr sprechen eine sehr deutliche Sprache und das sollte auch vielen Zahnärzten in Hessen zu denken geben.

Neues Jahrbuch

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Anfang des Jahres ist wieder das neue Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer für die Jahre 2009 und 2010 erschienen. Auf 200 Seiten werden die Zahnärzte über die neusten Entwicklungen informiert und können sich umfassend über die Zahngesundheit in Deutschland auf dem Laufenden halten.
Unter anderem steht im neuen Jahrbuch, dass der Verbrauch an Zahncreme, Zahnseide und Zahnbürsten weiter gestiegen ist. Rückläufig sind dagegen Genussmittel wie Tabak und Alkohol. Auch dass die Bereitschaft der Deutschen zu einer umfassenden Prophylaxe weiter steigt, kann man ebenfalls im Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer nachlesen. Nach Ansicht des Präsidenten der Bundeszahnärztekammer in Deutschland, Dr. Engel, ist das aktuelle Jahrbuch eine sehr wichtige Informationsquelle für alle in Deutschland praktizierenden Zahnärzte, denn nur so wissen die Zahnmediziner, welche Herausforderungen im kommenden Jahr auf sie warten. Zudem werden im Jahrbuch auch die neusten Behandlungsmethoden vorgestellt, an denen sich die Zahnärzte orientieren können und das ist besonders wichtig für das Wohl der Patienten.

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