Nicht immer sind Zusatzversicherungen sinnvoll

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Die privaten Krankenversicherungen werben geschickt mit Zusatzleistungen und Ergänzungspaketen, besonders, wenn es um die Gesundheit und Schönheit der Zähne geht. Da die gesetzlichen Krankenkassen immer nur einen festen Zuschuss zahlen, wenn es um Brücken, Kronen und Implantate geht, entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Zusatzversicherung, denn gerade diese Leistungen können sehr schnell sehr viel Geld kosten.
Aber nicht in jedem Fall ist eine Zahnzusatzversicherung auch wirklich sinnvoll und notwendig. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt unabhängig voneinander die Stiftung Warentest und auch die Zeitschrift Finanztest. Besonders bei den Zahnzusatzversicherungen bestehen Zweifel, denn viele private Krankenkassen werben mit hohen Erstattungen, die aber nur für die Prozentzahlen relevant sind. In der Realität ist der Prozentsatz aber nur niedrig und macht nur einen kleinen Teil der Rechnung aus. Jeder der in Zukunft Implantate, Brücken oder Kronen braucht, sollte sich die Verträge der Kassen sehr genau durchlesen und erst dann entscheiden, ob es auch wirklich sinnvoll ist.

Streit um Honorare

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Nach Meinung der privaten Krankenkassen muss, was die Kosten der Zahnärzte angeht, dringend etwas geschehen. Mit einer Forderung nach einer effizienten Kostenbremse haben sie jetzt den Streit mit den Ärzten und vor allem mit den Zahnärzten in diesem Land wieder kräftig angeheizt. Es könne auf Dauer zum Beispiel nicht sein, dass Zahnärzte ihren Privatpatienten doppelt so viel berechnen, wie den gesetzlich versicherten Patienten. So sprachen sich die privaten Krankenkassen unter anderem für eine Vertragsfreiheit zwischen Versicherern und Zahnärzten aus, was allerdings zur Folge hätte, dass das gesetzlich verankerte Gebührensystem teilweise außer Kraft gesetzt würde. Für viele Zahnärzte klingt das nach einer „Discountklausel“ und wenn diese Pläne in die Realität umgesetzt würden, dann haben die Zahnärzte schon jetzt einen heftigen Widerstand angekündigt. Das Bundesgesundheitsministerium hat sich bisher in diesen Streit der privaten Krankenversicherung und der Ärzte und Zahnärzte noch nicht eingemischt, will sich aber nach eigenen Angaben um die Streitpunkte kümmern.

Zahnärzte verkaufen immer mehr Zusatzleistungen

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Laut einer neuen Umfrage der AOK unter 2500 gesetzlich Krankenversicherten, bieten Zahnärzte den Kassenpatienten immer erfolgreicher Zusatzleistungen an, die eigentlich nur für privat versicherte Patienten gedacht sind. Das ist mittlerweile bei jedem vierten, gesetzlich versicherten Patienten der Fall.
Im letzten Jahr soll auf diese Weise eine Summe von 1,5 Milliarden Euro zusammengekommen sein. In den meisten Fällen bleibt von Seiten der Zahnärzte die geforderte Vereinbarung bei Privatleistungen aus und bei jeder siebten Behandlung wurde nicht einmal eine Rechnung ausgestellt. Besonders Patienten mit einem höheren Einkommen werden von den Zahnärzten gerne nach privaten Zusatzleistungen gefragt und wenn das Einkommen monatlich über 4000,- Euro liegt, dann war das bei einem Drittel der gesetzlich Versicherten der Fall. Hatte der Patient allerdings nur ein Einkommen von 1000,- Euro oder darunter, dann wurde das Angebot für teure Zusatzleistungen nur jedem sechsten Patienten gemacht. Und gerade einmal knapp 17% der Patienten mit einem niedrigen Einkommen, hat das Angebot auch angenommen.

Erfolgreiche Studie

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Wenn nach dem Verlust eines oder mehrerer Zähne Implantate einsetzt werden sollen, dann muss der Zahnarzt in vielen Fällen zunächst den Kieferknochen wieder aufbauen. Je länger der Zahnverlust zurückliegt und je mehr Zähne durch Implantate ersetzt werden müssen, umso schwieriger wird der Aufbau des Knochens und auch das Zahnfleisch wird dabei sehr beansprucht. Jetzt haben die Paradontologen der Universität Witten/Herdecke eine neue Methode vorgestellt, die das Einsetzen von Implantaten einfach macht.
Zunächst hatte der Leiter der Studie Prof. Dr. Anton Friedmann, das so genannte Expandern nur an Tieren probiert, jetzt wurde die erste Studie an der zwölf Patienten teilgenommen haben, vorgestellt. Beim Expandern wird das Zahnfleisch vor dem Einsetzen der Implantate gedehnt. Das sorgt nach Auskunft der Ärzte für einen unproblematischen Verlauf bei Einsetzen der Implantate und auch der Verlauf des Heilungsprozesses ist deutlich unkomplizierter. Bei den Teilnehmern der Studie verheilten alle Implantate erfolgreich und ohne große Probleme.

Umstrittene Plattform bleibt im Netz

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Kaum im Internet präsent, gibt es um die Seite „Portal 2th Zahnarzt Meinung“ schon einen Riesenwirbel. Nicht nur die Zahnärztliche Vereinigung, sondern auch viele Zahnärzte sind mit dem Format der Seite nicht einverstanden.
Auf der besagten Seite können Patienten den Kostenplan ihres Zahnarztes veröffentlichen und bis zu fünf andere Zahnärzte können dann dazu ein Angebot abgeben. Der Nutzer der Seite bekommt auf diese Weise die Möglichkeit, unter verschiedenen Angeboten zu vergleichen und sich das kostengünstigste Angebot auszusuchen. Den Namen des Zahnarztes gibt es aber erst dann, wenn sich der Patient entschieden hat. Kommt es zu einer Behandlung, dann müssen den Betreibern der Seite 20% des ausgehandelten Honorars bezahlt werden.
Die Zahnärztliche Vereinigung hat dagegen geklagt und die Klage mit dem Verstoß gegen die Berufsordnung und wettbewerbswidrigem Verhalten begründet. Der BGH hat die Klage allerdings abgewiesen und begründete das Urteil damit, dass die Patienten so eine faire Chance bekommen, das günstigste Angebot zu ermitteln und auch zu nutzen.

Zahnärzte im Ausland immer beliebter

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Immer mehr Menschen entscheiden sich mittlerweile für eine Zahnbehandlung im Ausland. Zahnärzte in Deutschland und auch in Österreich machen immer häufiger die Erfahrung, dass ihre Patienten sich zwar bei ihnen einen Kostenvoranschlag machen lassen, die Behandlung findet dann aber im Ausland statt. Jeder dritte Patient der eine Brücke oder eine Teilprothese benötigt oder sich für Implantate entschieden hat, besucht einen Zahnarzt im europäischen Ausland. Auf die Frage, ob sie mit den Leistungen ihres hiesigen Zahnarztes nicht zufrieden sind, antworteten die meisten Patienten, ihnen sei es durchaus bewusst, dass es auch bei einem ausländischen Zahnarzt zu Behandlungsfehlern und Komplikationen kommen kann, aber das entscheidende Kriterium ist immer noch der Preis. Viele Zahnärzte hingegen klagen darüber, dass sie die oftmals schweren Behandlungsfehler ihrer ausländischen Kollegen aufwändig beheben müssen. Sie raten allen Patienten vor der Behandlung unbedingt, sich mehrere Angebote einzuholen und erst dann zu entscheiden, welcher Zahnarzt für sie in Frage kommt.

Eine neue „Wunderwaffe“?

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Von einer hessischen Firma wurde eine Zahnbürste entwickelt, die mit Ultraschall funktioniert und die, wenn man vielen Zahnarztpatienten glauben darf, eine wahre Wunderwaffe ist. Die Zahnbürste die mit 96 Millionen Schwingungen pro Minute rotiert, hilft bei schmerzhaften Zahnfleischentzündungen ebenso, wie bei der Volkskrankheit Parodontitis und sogar bei vereiterten Zahnwurzeln. Zahnärzte die manchen Problemen ihrer Patienten hilflos gegenüber standen, haben ihnen den Kauf der Ultraschallzahnbürste empfohlen und viele hatten nach dem Gebrauch keinerlei Beschwerden mehr. Noch gibt es keine ausreichenden Studien über die Wunderzahnbürste, aber Zahnärzte vermuten, dass die Schwingungen der Ultraschallzahnbürste sich positiv auf die Durchblutung des Zahnfleisches auswirken. Zudem wird vermutet, dass die Zahnbürste sehr effektiv gegen Keime und Bakterien wirkt, die zu Karies und Parodontitis führen können. Auch prophylaktisch hat die Zahnbürste schon für Furore gesorgt, denn viele Patienten die die Zahnbürste regelmäßig benutzen, haben deutlich weniger Zahnstein als andere. Zu kaufen gibt es die Wunderzahnbürste in vielen Apotheken.

Männer und die Angst vorm Zahnarzt

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Männer sind bekanntlich das starke Geschlecht. Sie sind mutig und tapfer, aber nur dann, wenn es nicht um einen Besuch beim Zahnarzt geht. Nach einer Umfrage unter über 1000 Männern, geht nur jeder Dritte regelmäßig zweimal im Jahr zur Kontrolluntersuchung zu seinem Zahnarzt. Auch wenn Männer Zahnschmerzen bekommen, sind sie keine Helden. Knapp 30% der befragten Männer gehen nach eigener Auskunft erst dann zu einem Zahnarzt, wenn die Schmerzen unerträglich werden. Knapp 27% versuchen ihr Glück zuerst einmal mit Tabletten aus der Apotheke oder sogar mit alten Hausmitteln, wie zum Beispiel der berühmten Gewürznelke, die in einen hohlen Zahn gesteckt wird, um den Schmerz zu betäuben. Auch hier gilt, erst wenn die Schmerzen einfach nicht nachlassen wollen, dann muss der Zahnarzt helfen.
Frauen sind deutlich mutiger, denn von 900 befragten Frauen gaben über 87% an, dass sie regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen und bei Schmerzen auf schnellstem Weg einen Zahnarzt aufsuchen.

Mehr unzufriedene Patienten

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Laut einer Studie der Unabhängigen Patientenberatung in Deutschland (UPD), die unter 40.000 Patienten gemacht wurde, sind die meisten Menschen besonders mit den Zahnärzten unzufrieden. Rund 8000 Patienten, das sind 30% der Befragten, die im ersten halben Jahr 2010 eine der 22 Beratungsstellen der UPD aufgesucht haben, sind mit ihrem Zahnarzt nicht zufrieden. Dabei geht es aber vorrangig nicht um die Behandlung, denn die wenigsten klagen über Behandlungsfehler, sondern vielmehr um die Abrechnung. Die meisten Menschen fühlen sich von ihrem Zahnarzt schlicht über den Tisch gezogen und sind der Meinung, dass die Abrechnungen nicht stimmen. Einen Grund für diese Unzufriedenheit sieht die UPD in der Tatsache, dass immer weniger Leistungen von den Krankenkassen bezahlt werden und die Patienten die Abrechnungen, die sie von ihrem Zahnarzt bekommen, nicht verstehen und auch nicht nachvollziehen können. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöllner, will sich jetzt im verstärkten Maße um die Beschwerden der Patienten, besonders in Hinsicht auf die Zahnärzte, kümmern.

Deutscher Zahnärztetag – auf die Zahncreme kommt es an

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Vom 10. bis 13. November 2010 fand in Frankfurt am Main der alljährliche Deutsche Zahnärztetag statt. Über 6.000 Teilnehmer nutzen die Tagung, um sich mit Kollegen auszutauschen, über neue Behandlungsmethoden zu diskutieren und sich über Ergebnisse aus der neusten Forschung zu informieren. Eines der Schwerpunktthemen des diesjährigen Treffens der Zahnmediziner war die Zahncreme.
70 neue Studien weisen auf die Wichtigkeit von Fluoriden hin, wenn es um das Thema Zahncreme geht. Zahncremes die Fluorid enthalten, verbessern die Gesundheit der Zähne um rund 24% gegenüber den Cremes, die kein Fluorid enthalten. Alle die sich zweimal täglich die Zähne mit einer Fluoridzahncreme putzen, erhöhen ihre Zahngesundheit zusätzlich noch einmal um 14%. Da Zahncreme zu den Körperpflegemitteln und damit zur Kosmetik gehört, schreiben die EU Richtlinien einen Fluoridgehalt von maximal 0,15% vor, deshalb kommt es auf die richtige Zusammenstellung der Zahncreme an. Optimal sind nach Ansicht mehrerer Studien Zahncremes, die eine Natriumfluoridverbindung enthalten.

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