Vollprothesen immer seltener

| Zahnersatz

Immer weniger Menschen über 65 Jahre haben in der heutigen Zeit eine Vollprothese. Noch vor 13 Jahren haben rund 44% der über 65-jährigen eine komplette Prothese im Ober- und Unterkiefer getragen. Im Jahre 2005 waren es dagegen nur noch knapp 30% und die Zahl sinkt weiter. Auch Teilprothesen im Unter- oder Oberkiefer sind nicht mehr so gefragt wie vor rund fünf Jahren. Was dagegen immer noch ein Thema ist, sind Brücken, denn viele ältere Menschen entscheiden sich für diese Möglichkeit des Zahnersatzes. Hier steigen die Zahlen in den letzten Jahren kontinuierlich an. Im Vergleich zum Jahr 2005 stieg die Zahl derjenigen die eine Brücke tragen wollen, von 16,6 auf knapp 22% an.
Warum Voll- und auch Teilprothesen immer weniger Anhänger finden, ist schnell erklärt. Zum einen verbessert sich die Zahngesundheit immer mehr und zum anderen entscheiden sich auch viele Patienten, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben, für moderne und sichere Implantate.

Preis für Kinderzahnärzte

| Zahnarztangst

Die Zahnmediziner für Kinderzahnheilkunde der Universität Marburg sind mit einem ganz besonderen Preis ausgezeichnet worden. Für ihre Studie über Karies Prophylaxe bei Schulkindern, bekamen die Mediziner den renommierten und mit 5.000,- Euro dotierten Wrigley Prophylaxe Preis 2010.
Die Marburger Zahnmediziner hatten in ihrer Studie „Evaluation eines zahnmedizinischen Präventionsprogramms für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko“ nachgewiesen, dass Kinder, die in der Schule an einem intensiven „Zahntraining“ teilgenommen haben, weitaus weniger Karies hatten, als Kinder, an deren Schulen nicht so viel Wert darauf gelegt wurde. Dabei ging es vor allem um die Kinder, die in einem sozial schwachen Umfeld leben. Die Mediziner fanden heraus, dass auch Kinder mit einem schwachen sozialen Hintergrund gesunde Zähne haben, wenn sie in der Schule regelmäßig zahnmedizinisch betreut werden, Unterricht in Zahnhygiene bekommen und über eine gesunde Ernährung aufgeklärt werden. Auch die Angst vor dem Zahnarzt war bei dieser Gruppe Kinder deutlich kleiner als bei anderen Kindern.

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Parodontitis – ein Risiko für Schwangere

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Jedes Kind kostet einen Zahn – so lautet zumindest eine alte Volksweisheit. Ganz so unwahr ist diese Weisheit nicht, denn schwangere Frauen riskieren unter Umständen eine Frühgeburt, wenn sie unter Parodontitis leiden.
Eine Vergleichsstudie der Universität Pennsylvania hat gezeigt, wie wichtig eine Vorsorge gegen Parodontitis bei Schwangeren ist. Ein Forscherteam hatte 1000 schwangere Frauen untersucht und bei 160 von ihnen Parodontitis festgestellt. Nachdem den Frauen die festen Ablagerungen entfernt und die angegriffenen Oberflächen der Zahnwurzeln behandelt worden waren, wurden die werdenden Mütter in zwei Gruppen aufgeteilt. Bei der Gruppe, die nach der Parodontitis Behandlung keine Probleme mehr hatte, kam es bei 7,2 % der Frauen zu einer Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche. In der Gruppe bei der sich keine Besserung eingestellt hatte, kamen 23,4 % der Frauen vor der 37. Schwangerschaftswoche nieder.
Die Ärzte sehen in der Hormonumstellung bei Schwangeren einen Grund dafür, dass es zu vermehrt zu Parodontitis kommt.

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Zahnarztvisite im Pflegeheim

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Vor gut einem Jahr startete die Zahnärztekammer in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Alterszahnmedizin ein in der Bundesrepublik einzigartiges Pilotprojekt. Ein Jahr lang besuchten Zahnärzte aus dem ganzen Bundesland, 413 pflegedürftige alte Menschen in Heimen und behandelten ihre Patienten am Bett. Jetzt zieht der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Oesterreich, eine erste Bilanz.
Seiner Meinung nach ist diese Methode der Behandlung allerdings deutlich zu aufwändig, um sie fest in den Behandlungsplan der Zahnärzte aufzunehmen. Im Schnitt kostet eine Stunde Behandlung am Bett rund 55,- Euro und bei diesem Betrag müssten die Zahnärzte mit Zuschlägen arbeiten, damit sich der Aufwand lohnt. Leider bleibt damit wohl ein großes Problem bestehen. Viele ältere Menschen, die in einem Pflegeheim leben und das Bett nicht mehr verlassen können, haben keine Möglichkeit mehr, sich in einer Zahnarztpraxis vor Ort behandeln zu lassen, sie sind nach wie vor auf den mobilen Zahnarzt angewiesen.

Raucher riskieren viel

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Das Rauchen in vielerlei Hinsicht ein gefährliches Laster ist, das hat sich mittlerweile auch bis zum letzten Genussraucher durchgesprochen, aber das Raucher auch die Gesundheit ihrer Zähne aufs Spiel setzen, ist vielen passionierten Rauchern vielleicht nicht bekannt.
Eine von der Bundeszahnärztekammer und dem Krebsforschungszentrum in Berlin in Auftrag gegebene Studie hat herausgefunden, dass das Risiko an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, bei einem Raucher um das Sechsfache höher ist als bei einem Nichtraucher. Auch wenn es um Parodontitis geht, sind Raucher doppelt gefährdet. Wer raucht, riskiert, dass sich das Zahnfleisch schneller entzündet und zurückgeht, als bei Menschen die noch nie eine Zigarette angefasst haben. Das schädliche Nikotin sorgt nicht nur für unschöne braune Verfärbungen an den Zähnen, die sich auch hartnäckig festsetzen, sondern auch für den Ausfall gesunder Zähne. Die giftigen Stoffe der Zigarette sorgen zudem dafür, dass sich der Kieferknochen nach und nach abbaut und das führt früher oder später zum Verlust der Zähne.

Neue Studie zum Thema Zahnarztphobie

| Zahnersatz

Die meisten Menschen gehen eher ungern zum Zahnarzt. Bei einigen Patienten äußert sich diese Angst nicht nur mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend oder dem berühmten Kloss im Hals, sondern in einer richtigen Phobie, bei der es im schlimmsten Fall zu einer Panikattacke kommen kann. Eine neue Studie zum Thema Zahnarztphobie mit dem Titel: „Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit starken Zahnbehandlungsängsten“ stellt ein anderes Problem im Zusammenhang mit der Zahnarztphobie in den Vordergrund und das ist die verminderte Lebensqualität, die viele Menschen auf Grund ihre Phobie haben. Die Studie zeigt auf, dass ca. 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung eine so große Angst vor einem Zahnarztbesuch haben, dass sie lieber Einschränkungen der verschiedensten Art in Kauf nehmen, als sich behandeln zu lassen. Ein weiteres Thema der Studie, an der unter anderem auch die Universitäten in Hamburg und Leipzig mitgewirkt haben, sind die gesundheitlichen Gefahren, die von kranken Zähnen ausgehen können.

Mundschutz auch beim Freizeitsport

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Dass Boxer und auch die meisten Eishockeyspieler und Baseballspieler einen Mundschutz tragen, ist bekannt, aber wie sieht es bei vielen Freizeitsportarten aus? Nach Meinung der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, sollten auch alle einen Mundschutz tragen, die bestimmten Freizeitsportarten nachgehen. Ein Sturz vom Mountainbike oder vom Skateboard ist schnell passiert und schon sind einer oder auch mehrere Schneidezähne betroffen. Die Zähne werden in vielen Fällen entweder komplett ausgeschlagen oder so beschädigt, dass die entstandenen Schäden oftmals lebenslange Folgekosten und Behandlungen nach sich ziehen. Deshalb ist es sinnvoll darüber nachzudenken, ob Fußballspieler, Handballer, alle Kampfsportler, Reiter, Geräteturner und auch Wasserballer immer einen Mundschutz tragen sollten, der ihre Zähne im Falle eines Falles optimal schützt. Neben den Freizeitsportlern sind auch Schulkinder besonders gefährdet, denn auch beim Schulsport kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Zähne verloren gehen. Auch in diesen Fällen könnte ein Mundschutz eine effektive Prophylaxe sein.

Kassenpatienten verzichten auf professionelle Zahnreinigung

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Nach einer Umfrage der Apotheken Umschau nehmen immer weniger Kassenpatienten eine professionelle Zahnreinigung bei einem Zahnarzt in Anspruch. Befragt wurden knapp 2.000 Männer und Frauen, die privat und gesetzlich krankenversichert sind. Nur jeder Dritte der befragten Kassenpatienten gab an, einmal im Jahr zu einer gründlichen Zahnreinigung zum Zahnarzt zu gehen. Das sind knapp 35%. Bei den privat Versicherten sind es hingegen über 53% (bei den Frauen) und knapp 51% (bei den Männern), die ein- bis zweimal im Jahr ihren Zahnarzt aufsuchen, um sich die Zähne professionell reinigen zu lassen. Ein Grund für den Verzicht einer gründlichen Zahnreinigung und damit auch einer Prophylaxe gegen Karies, sind die Kosten. Während die Patienten die privat versichert sind oder eine  Zahnzusatzversicherung haben, die Kosten für die Zahnreinigung erstattet bekommen, müssen alle gesetzlich Krankenversicherten für diesen Service selbst bezahlen. Die Kosten, die sich zwischen 70,- und 120,- Euro bewegen, sind den meisten Kassenpatienten zu viel.

Die Patienten sind zufrieden

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Wie zufrieden sind die Patienten mit ihrem Zahnarzt? Sehr zufrieden, so lautet zumindest eine neue Umfrage der Universität Augsburg. Waren es 1999 nur 58% der Patienten, die Vertrauen in die Kompetenz ihres Zahnarztes hatten, so sind es elf Jahre später schon 72%. Im Schnitt sind in den letzten elf Jahren 13% mehr Menschen regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen und 65% der Patienten halten ihrem Zahnarzt länger als fünf Jahre die Treue.

Aber auch noch andere Ergebnisse brachte die Umfrage mit 60.000 Patienten zutage. Viele sind bereit, längere Wege auf sich zu nehmen, wenn es zum Beispiel um eine kieferorthopädische Behandlung wie eine Zahnspange geht, aber in der Regel liegen nicht mehr als 7,1 km zwischen Zahnarzt und Patient. Auch die Situation der meisten so genannten „Angstpatienten“, hat sich in den letzten Jahren immer mehr entspannt. Über die Hälfte der Patienten mit Angstzuständen lässt sich mittlerweile während der Behandlung in einen entspannenden Tiefschlaf mittels Vollnarkose versetzen.

Brücke oder Implantat?

| Zahn-Implantate

Geht ein Zahn im Frontzahnbereich verloren, hat der Patient meist zwei Möglichkeiten: Entweder eine Brücke oder ein Implantat. Welche ist die bessere Lösung?
Wenn die benachbarten Zähne eine Krone haben, oder bedingt durch Karies überkront werden müssen, bietet sich in den meisten Fällen eine Brücke an. Dazu müssen die Nachbarzähne beschliffen werden – die Mundhygiene kann später erschwert sein. Hinzu kommt, dass die Zähne, die als Aufhänger für die Brücke dienen, durch diese schneller kariös werden und auch das Zahnfleisch kann zurückgehen. Diese Probleme treten bei einem Implantat weniger auf. Ein kleiner Nachteil ergibt sich in diesem Fall durch die Operation, die beim Einsetzen von Implantaten notwendig wird. Bei einem Implantat kann es nicht mehr zu Karies kommen und bei der Mundhygiene gibt es kaum Unterschiede zu den eigenen Zähnen. Ein Vorteil: Die Ästhetik kann bei einem Implantat deutlich besser als bei einer Brücke sein, wenn man sich von einem Spezialisten behandeln lässt.

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