Implantatschutz nach Vorbild der Natur

| by | Zahn-Implantate | 0 comments:

Erstaunlich, wie viel die zahnmedizinische Forschung aus der Natur lernen kann. Immer wieder machen Wissenschaftler aufsehenerregende Beobachtungen, von denen Ärzte und vor allem Patienten profitieren können. Eine der neuesten Errungenschaften betrifft die sogenannten Periimplantitiden, bakterielle Infektionen des Weichgewebes am Implantat. Sie gehört zu den am meisten gefürchteten Komplikationen in der Implantologie. Australische Wissenschaftler forschen zurzeit an einer Implantatoberfläche, die Bakterien selbstständig abtötet. Als Vorbild dienen die Flügel von Zikaden. Sie besitzen nachgewiesen keimtötende Eigenschaften. Auf den Flügeln des Insekts sinken Bakterien in winzige Nanosäulen ein. Dort werden die Zellwände der Bakterien mit Hilfe von Spannung beschädigt und die Bakterien so abgetötet. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, diesen Mechanismus mit einer Titanoberfläche nachzubilden. Versuche haben bestätigt: Die Oberfläche hat eine eindeutige antibakterielle Wirkung. Derzeit wird versucht die Titanoberfläche so zu verändern, dass sie auf einem keimabtötenden Implantat eingesetzt werden kann. Ein bedeutender Fortschritt in der Implantologie.


Leave a Reply